Das Elsass auf Kodak Portra 400

Nach meinem Ausflug nach Straßburg im Juni ging es für mich noch eine Nacht weiter Richtung Colmar und Umgebung. Hierzu habe ich meine Kamera mit dem bestückt, was viele für den heiligen Gral der Analogfotografie halten: eine Rolle Kodak Portra 400. Die 36 Belichtungen waren nach anderthalb Tagen belichtet – für jemanden wie mich, der angesichts der aktuellen Filmpreise dreimal überlegt, ob er dieses Motiv wirklich auf Film festhalten will, ein atemberaubendes Tempo. Und ich musste mich teilweise schon zurückhalten, um nicht noch schneller zu fotografieren. Umso gespannter war ich auf die Ergebnisse, die ich zwei Wochen nach meiner Reise in meinen Händen hielt.

Um ehrlich zu sein, ich war etwas enttäuscht, als ich die Scans zum ersten Mal gesehen habe. Nicht, weil die Fotos an sich schlecht wären. Sondern weil ich mir mehr, oder zumindest ein anderes Ergebnis erhofft habe. Die Scans sind allesamt sehr kontrastreich und kräftig, weit entfernt von den etwas sanfteren und wärmeren Farben, für die Portra 400 bekannt ist. Hat das Labor die Filme falsch entwickelt? Oder falsch gescannt? Müsste ich die Negative selbst scannen, um den typischen “Portra-Look” zu bekommen? Ich weiß es nicht, und werde es mangels Scan-Ausrüstung so schnell auch nicht rausfinden.